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Firmengeschichte

Das Familienunternehmen NEMETZGUSS feierte vor kurzem seinen hundertsten Geburtstag. Im Jahre 1901 gegründet, hat es alle Höhen und Tiefen des vergangenen Jahrhunderts durchlebt und ist zu einem Bestandteil der Geschichte Wiener Neustadts geworden. Heute steht die Firma Johann NEMETZ & Co GmbH unter der Führung der fünften Generation und beschäftigt etwa 85 Mitarbeiter.

Der Gründer Johann Nemetz (1851-1925) arbeitete in der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik als Gießereimeister. Vor deren Toren machte er sich 1901 in einer ehemaligen Hammerschmiede selbstständig. Die in den ersten Jahren nur mit Familienmitgliedern betriebene Gießerei übersiedelte bereits 1908 an den heutigen Standort.

Seine erste Bewährungsprobe musste das junge Unternehmen bestehen, als nach den Rüstungsaufträgen des ersten Weltkrieges der wirtschaftliche Niedergang und die Krisenjahre der Zwischenkriegszeit folgten. Zukunftsweisend setzte die Firma schon damals auf hochwertige Qualitätsprodukte. Bereits in den zwanziger Jahren hatten sich Nemetzgussprodukte wie etwa roh gegossene Zahnräder oder druckdichter Automobilguss auf dem Markt einen Namen gemacht.

Der zweite Weltkrieg hinterließ eine völlig zerbombte Industriestadt Wiener Neustadt. Trotz massiver Schäden an Gebäuden und Betriebseinrichtungen erfolgten bereits im Herbst 1945 wieder die ersten Gusslieferungen. In den kommenden Jahren wurde der Handwerksbetrieb in eine Gießerei moderner Prägung umgestaltet. Aus dem Erwerb einer Produk-tionshalle zur Schaffung einer mechanischen Bearbeitung für einbaufertige Gussteile im Jahre 1969 ist die heute eigenständige und erfolgreiche Schwesterfirma Gebrüder NEMETZ Maschinenbau GmbH hervorgegangen. Nach den „goldenen 60er und 70er Jahren“ geriet das Unternehmen Anfang der 90er Jahre infolge katastrophaler Rahmenbedingungen in große Schwierigkeiten (Konjunkturflaute, Ostöffnung). Insbesondere dem Ideenreichtum und dem unbeugsamen Kampfgeist des unlängst viel zu früh verstorbenen Geschäftsführers Johann Nemetz und seiner getreuen Mannschaft ist es zu verdanken, dass die Gießerei diese schwerste Krisenzeit ihres Bestehens überstanden hat und sich heute als moderner, fortschrittlicher Betrieb präsentieren kann.

Die großen Investitionen der letzten 10 Jahre sind die Basis für den hohen Standard der Nemetzguss-Produkte. Die wichtigste dieser noch von Johann Nemetz federführend in die Wege geleiteten Investitionen erfolgte 2001 mit dem 2x3 Tonnen Junker Induktionsofen.

Die Produktpalette bestreicht hand- oder maschinengeformte Eisengussteile und Hydraulik-Kokillenguss bis 3,5 Tonnen Stück-gewicht in den Materialqualitäten Grau- und Sphäroguss.

Der zufriedene Kundenkreis setzt sich heute aus namhaften österreichischen und internationalen Maschinenbauunternehmen der Sparten Druckmaschinen, Papiermaschinen, Textilmaschinen, Kunstoffmaschinen, Energiegewinnung, Lebensmittelmaschinen, Antriebstechnik, Hydraulik, Landmaschinen und Werkzeugmaschinen zusammen.

1916: Gründerfamilie (J. Nemetz, Mitte)
1916: Gründerfamilie (J. Nemetz, Mitte)

1918: Firmenansicht
1918: Firmenansicht

1957: Werkseinfahrt
1957: Werkseinfahrt

1962: Werksgelände
1962: Werksgelände

1968: J. Nemetz, Bundeskanzler Klaus, Karl Nemetz
1968: J. Nemetz, Bundeskanzler Klaus, Karl Nemetz

1975: Gießstrecke der damaligen Formmaschine
1975: Gießstrecke der damaligen Formmaschine

2001: Inbetriebnahme der Duomelt-Schmelzanlage
2001: Inbetriebnahme der Duomelt-Schmelzanlage